Ob Orphiker, Finnen oder Erzählungen aus Indien: Ein golden schimmerndes Ei trägt Morgen, Nacht, Atem und Maß. Es bricht, und die Schalenhälften werden Oben und Unten. In Kürze zählt nicht alles, doch genug, um Staunen zu pflanzen. Ein einziges Bild birgt Temperatur, Farbe, Klang, und die Frage, wer oder was zuerst Wärme spendete.
Wasser erscheint als Chaos, Mutter, Spiegel oder Gedächtnis. Es trägt Boote, Inseln, Namen. Aus Schaum werden Wesen, aus Strudeln Wege, aus Tropfen Stimmen. Wenn die Kürze greift, riechen wir Salz, fühlen Gewicht, hören Ruderschlag. Die Tiefe bleibt, doch ein gut gesetzter Spritzer zeigt Herkunft, Bewegung, Gnade und die zarte Grenze zwischen Untergang und Geburt.
Hände kneten Gesichter, Finger zeichnen Nasen, Atem macht Augen wach. In anderen Erzählungen stehen Holzmenschen stumm, bis Regen sie fortspült. Anderswo wird aus Maiskörnern Denken, Dank, Tanz. Material ist nie nur Stoff, sondern Haltung: demütig, irdisch, nährend. Hundert Wörter greifen nach Griffen, nach Geruch, nach Körnung, damit Herkunft fühlbar und Verantwortung nicht verhandelbar bleibt.